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Kreis

iOS-App für ein privates soziales Netzwerk mit Fokus auf Familie und enge Freunde.

App Vorschau

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Übersicht

Viele soziale Netzwerke sind auf Reichweite und Konsum optimiert. Der Austausch mit Freunden und Familie rückt dadurch zunehmend in den Hintergrund. Statt Verbundenheit entsteht ein Gefühl von Einsamkeit.

Ich habe mir die Frage gestellt: Wie könnte ein soziales Netzwerk aussehen, das Menschen einander näher bringt und ihnen einen sicheren Ort für persönlichen und privaten Austausch bietet?

Projektart
Eigene iOS App
Rolle
Konzeption, Branding, Design, Prototyping und Entwicklung
Zeitraum
2025–2026
Status
In Entwicklung

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Konzept

Die zentrale Idee hinter Kreis war es, ein soziales Netzwerk zu entwerfen, das nicht auf Reichweite, Likes oder die Anerkennung von Fremden ausgelegt ist. Statt öffentlicher Kennzahlen und Followern stehen persönliche Verbindungen im Mittelpunkt. Kreis soll kein Ort sein, an dem Inhalte um Aufmerksamkeit konkurrieren, sondern ein privater Raum für Menschen, die sich auch im echten Leben nahestehen.

Deshalb verzichtet die App bewusst auf klassische Mechanismen sozialer Netzwerke. Es gibt keine öffentlich sichtbaren Likes, keine Follower, keine Nutzernamen und keine offene Suchfunktion. Außerdem soll die Nutzung der App nur natürlichen Personen vorbehalten sein. Neue Kontakte entstehen nicht über Reichweite und Algorithmen, sondern über physische Nähe: Entweder durch bereits vorhandene, gemeinsame Freunde oder dadurch, dass sich zwei Personen im selben Raum miteinander verbinden. So soll Interaktion natürlicher sein als bei Plattformen, auf denen jeder jeden suchen und finden kann.

Ein zentrales Gestaltungselement sind die sog. PostCards: Sie bilden einen kartenförmigen Rahmen für Inhalte unterschiedlicher Art wie z.B. Bilder, Videos, Umfragen, Termine, Orte oder Empfehlungen. Die Karten sollen sich wie physische Objekte anfühlen und lassen sich per Swipe-Gesture vergrößern und bewegen, sowie auf die Rückseite drehen, wo Kommentare und Reaktionen sichtbar werden. Dadurch entsteht ein einheitliches visuelles System, das trotzdem individuell und persönlich wirkt.

Auch die Struktur der App folgt diesem Gedanken. Der Feed ist chronologisch aufgebaut, ohne kuratierenden Algorithmus, endloses Scrollen oder irrelevante Beiträge von Fremden. Neben dem heutigen Tag können vergangene Tage und anstehende Ereignisse aufgerufen werden. So funktioniert Kreis nicht nur als soziales Netzwerk, sondern auch als eine Art persönliches Tagebuch, in dem Erinnerungen aller Art einen Platz finden.

Schon als Jugendlicher habe ich mit triangles.co einen ersten Versuch gestartet, ein eigenes soziales Netzwerk zu entwickeln. Einige Ideen, wie das kartenbasierte Design und die Nutzung von Karten als Rahmen für unterschiedliche Inhalte, habe ich beibehalten.

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Gestaltung

Am Anfang der Gestaltung stand die Suche nach einem Namen, der die Idee der App widerspiegelt. "Kreis" verweist auf den Freundes- und Familienkreis und beschreibt damit den sozialen Raum, für den die App gedacht ist. Auch eine verfügbare Domain war mir wichtig, weil das Projekt nicht nur als Konzept, sondern als eigenständiges Produkt funktionieren sollte. Mit kreis.app wurde ich fündig.

Gestalten und vergleichen verschiedener Logo-Ideen

Nachdem ich den passenden Namen gefunden hatte, habe ich verschiedene Logo-Varianten und App-Icons entworfen. Der finale Entwurf besteht aus ineinander verwobenen, farbigen Segmenten, die zusammen einen geschlossenen, engen Kreis bilden. Damit soll das Logo Vielfalt und Verbundenheit symbolisieren.

Entwicklung einer stimmigen Farbpalette

Die Blautöne der Farbpalette leiten sich von der Farbe Pantone 19-4052 ab. Daraus entstanden das kräftige Blau für Buttons und Akzente sowie die dunklen Blautöne des Dark Mode. Die kräftigeren Farben aus dem Logo werden nur gezielt als Akzente genutzt. Im Light Mode nutzt die App einen warmen Weißton, angelehnt an RAL 9010. Für besseren Kontrast sind die Akzentfarben dort leicht angepasst.

Aufbau eines Systems für Formen und UI-Elemente

Das Ziel war ein minimalistisches und leicht navigierbares Interface, das den Nutzer nicht überfordert, wenig Erklärung bedarf und trotzdem einladend und vertraut wirkt. Bei der Navigation war es mir wichtig, dass alle Bedienelemente so platziert sind, dass sie gut mit dem Daumen zu erreichen sind, um eine Einhandbedienung zu ermöglichen. Die abgerundeten Formen sowie die glasartigen Oberflächen sollen ein Gefühl von Transparenz und Vertrautheit vermitteln.

Erste Screendesigns in Sketch

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Entwicklung

Entwicklung in Xcode

Zuerst entwickelte ich die Benutzeroberfläche der App mit SwiftUI in Xcode. Dabei lag mein Fokus darauf, die grundlegenden Funktionsweisen von iOS-Anwendungen zu verstehen. Die ersten Versionen der App waren eher experimentell als funktional.

Mit zunehmendem Funktionsumfang kamen weitere Technologien hinzu. Für Benutzerverwaltung, Datenspeicherung und die Kommunikation zwischen App und Server nutze ich Supabase. Die Anmeldung erfolgt über Telefonnummer und SMS-Verifizierungscode via Twilio, wodurch auf klassische Benutzernamen und Passwörter verzichtet werden kann.

Weitere Dienste und Schnittstellen ergänzen die App dort, wo sie für konkrete Funktionen benötigt werden: RevenueCat für Abonnements und In-App-Käufe, MapKit für Karten- und Standortfunktionen sowie externe Schnittstellen zur Suche von Büchern, Filmen und anderen Medien.

Auch mit Themen wie Datenmodellierung, Push-Mitteilungen, API-Integrationen, App-Architektur und Performance habe ich mich intensiv beschäftigt. Viele dieser Bereiche waren für mich neu und erforderten neben Recherche auch Durchhaltevermögen.

Codex und Simulator

Anfangs schrieb ich den Code noch vollständig von Hand, später testete ich Agentic-Coding-Tools wie Codex und Claude und integrierte sie in meinen Arbeitsablauf. Sie halfen mir, neue Funktionen schneller umzusetzen, zu testen und Fehler gezielter zu beheben. Die Konzeption, die gestalterischen Entscheidungen und die technische Funktionsweise blieben jedoch weiter in meiner Verantwortung.

Das Projekt dient für mich nicht nur als Produktidee, sondern auch als Lernfeld. Durch die Entwicklung von Kreis konnte ich Erfahrungen in den Bereichen Produktdesign, iOS-Entwicklung und Backend-Systeme sammeln und lernen, wie diese Disziplinen in einem digitalen Produkt zusammenwirken.

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Aktueller Stand

Die App befindet sich aktuell noch in Entwicklung.
Die folgenden Bilder bieten jedoch bereits einen kleinen Einblick in den aktuellen Stand der App.

Entry Screen
Onboarding Flow
Chronologischer Feed
Beitrag erstellen
Rückseite mit Reaktionen
Ende des Feeds
Nachrichten
Chat
Freunde
Standort-Karte
Nutzerprofil
Einstellungen